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Die Sonne hat zweifellos positive Auswirkungen. Sie kurbelt die Produktion von Vitamin D an, stärkt das Immunsystem und hebt die Stimmung. Doch wo Licht ist, ist auch Schatten: Ultraviolette Strahlung kann die Haut nachhaltig schädigen, zu vorzeitiger Hautalterung führen oder schmerzhafte Sonnenbrände verursachen. Ein verantwortungsbewusster Umgang mit Sonnenexposition ist daher sehr wichtig. Erfahren Sie mehr über die Wirkung der Sonnenstrahlen auf die Haut und welche verschiedenen Sonnenschutzprodukte bei individuellen Bedürfnissen helfen können.
01.06.2026

Unsere Haut vergisst nichts. Jeder Sonnenstrahl, der ungehindert in die tiefen Gewebeschichten eindringt, trägt zur akkumulierten UV-Belastung unserer Hautzellen bei. Ein konsequenter Schutz ist weit mehr als nur eine Massnahme gegen kurzfristige Rötungen; er ist die wichtigste Investition in die langfristige Hautgesundheit.
Um das Bewusstsein für die Risiken zu schärfen, muss man die biologischen Prozesse betrachten, die ohne Sonnenschutz ablaufen. Die Sonne schädigt die Haut auf drei kritischen Ebenen:
Um die Wichtigkeit von Schutzmassnahmen zu verstehen, muss man die verschiedenen Strahlungsarten unterscheiden. UVB-Strahlen sind kurzwellig und dringen in die Oberhaut ein. Sie sind verantwortlich für Sonnenbrand und die unmittelbare Bräunung. Die UVA-Strahlen sind langwelliger und dringen tiefer in die Lederhaut vor. Dort zerstören sie schmerzlos die Kollagenfasern, was zu Falten und Elastizitätsverlust führt. Moderne Sonnenschutzmittel bieten deshalb meist einen Breitbandschutz gegen beide Wellenlängen.
Wer auf Schutz verzichtet, riskiert nicht nur einen schmerzhaften Sonnenbrand, sondern dauerhafte Beeinträchtigungen:

Moderne Sonnencremes bilden eine Schutzbarriere, die UV-Strahlung entweder durch chemische Umwandlung neutralisiert oder mithilfe mineralischer Partikel absorbiert und teilweise reflektiert. Diese Schutzschicht verhindert, dass die verschiedenen Wellenlängen des Lichts ungehindert in die Haut eindringen und dort Schäden verursachen.
Der Lichtschutzfaktor (LSF oder SPF) gibt an, um das Wievielfache sich die Eigenschutzzeit der Haut verlängert, wenn man ein Produkt verwendet. Wer beispielsweise eine Eigenschutzzeit von 10 Minuten hat, könnte mit LSF 30 rechnerisch 300 Minuten geschützt sein. In der Praxis sollte dieser Wert jedoch nie voll ausgereizt werden. Der LSF bezieht sich primär auf den Schutz vor UVB-Strahlen.
Beim Sonnenschutz gibt es zwei Hauptmechanismen, nämlich physikalische und chemische Filter. Chemische Filter ziehen in die Haut ein und wandeln die UV-Strahlung in harmlose Wärme um. Sie sind oft sehr leicht und hinterlassen keinen weissen Film. Mineralische (physikalische) Filter, wie beispielsweise Zinkoxid oder Titandioxid, legen sich wie kleine Spiegel auf die Hautoberfläche und reflektieren das Licht. Sie wirken sofort nach dem Auftragen und sind besonders für Menschen mit sehr empfindlicher Haut oder Allergien empfehlenswert.
Die Suche nach dem idealen Sonnenschutz gleicht oft einer Wissenschaft für sich, doch die Wahl des richtigen Produkts ist die Basis für gesunde Haut. Ob Spray, Stick, Creme, Fluid, Öl oder Serum – die ideale Darreichungsform sollte nicht nur zu Ihrem Hautzustand, sondern auch zu Ihrem Lebensstil passen. Die folgenden Aspekte können Ihnen dabei helfen, Ihren persönlichen Sonnenschutz-Favoriten zu definieren.
Ihr natürlicher Eigenschutz bestimmt den Mindestbedarf. Helle Hauttypen (Typ I und II) mit blondem oder rotem Haar benötigen fast immer einen sehr hohen Schutz (LSF 50+), da ihre Haut bereits nach wenigen Minuten ohne Schutz mit Rötungen reagiert. Dunklere Typen kommen im Alltag oft mit LSF 20 oder 30 aus. Wichtig: Bei intensiver Reflexion im Gebirge, auf dem Wasser oder im Schnee ist ein hoher Faktor für absolut jeden Hauttyp die einzig sichere Wahl.
Die Gesichtshaut ist deutlich dünner und das ganze Jahr über der Strahlung ausgesetzt. Hier lohnt es sich, auf spezialisierte Formulierungen zu setzen, die über den reinen UV-Schutz hinausgehen:
Wer sich viel im Freien aufhält, Sport treibt oder Zeit im Wasser verbringt, stellt hohe Anforderungen an die Beständigkeit der Sonnenpflege. Schweiss und Wasser können nämlich herkömmliche Filter beeinträchtigen. Viele Hersteller bieten hierfür spezielle, haftstarke Formulierungen an, die auch bei intensiver Bewegung auf der Haut bleiben. Zu diesen Produkten zählen beispielsweise die Sport-Sprays und -Gels von Ultrasun, die Sport-Linie von Avène oder die speziellen Protect & Moisture Formate von Nivea Sun. Dank ihrer wasser- und schweissresistenten Eigenschaften bieten sie aktiven Anwendern langanhaltenden Schutz während sämtlicher Outdoor-Aktivitäten.
Nicht jede Haut reagiert gleich auf Lichtschutzfilter. Wenn Sie zu Allergien oder Irritationen neigen, ist die Wahl des Filtersystems ein entscheidender Faktor:
Bestimmte Lebensabschnitte erfordern eine besonders behutsame Auswahl der Inhaltsstoffe, da die Hautbarriere in diesen Phasen sensibler reagieren kann:

Nach dem Sonnenbad ist die Haut oft strapaziert und dehydriert. Eine hochwertige After-Sun-Pflege kann die Feuchtigkeitsspeicher nachhaltig auffüllen und Irritationen mildern. Beruhigende Inhaltsstoffe wie Aloe Vera, Panthenol oder Thermalwasser kühlen und entspannen die Haut sofort. Spezialisierte Lotionen und Gele von Marken wie Uriage, Louis Widmer oder Caudalie können die hauteigene Regeneration fördern und dabei helfen, die Bräune gleichmässig und langanhaltend zu bewahren. Eine konsequente Pflege nach dem Sonnenbad unterstützt zudem die Elastizität des Gewebes und beugt einem vorzeitigen Abschuppen oder Schälen der Haut vor.
Bei Rosazea neigt die Haut zu Rötungen und Hitzegefühl. Greifen Sie am besten zu fettfreien, leichten Produkten mit einem sehr hohen Lichtschutzfaktor (LSF 50+). Getönte Sonnencremes können zudem helfen, Rötungen optisch sanft zu neutralisieren, während sie gleichzeitig schützen.
Sonnencreme sollte idealerweise alle zwei Stunden sowie direkt nach dem Schwimmen, Abtrocknen oder starkem Schwitzen erneut aufgetragen werden.
Ja, die UV-Strahlung ist auch bei Bewölkung vorhanden. Laut Experten kann das Risiko von Hautalterung sinken, wenn täglich ein LSF von mindestens 15 (besser höher) verwendet wird.
Bei Neurodermitis empfiehlt sich ein hoher Lichtschutzfaktor (LSF 30 oder 50). Die Wahl sollte auf reizarme, hautberuhigende Sonnenschutzmittel fallen, deren gute Verträglichkeit klinisch an Ekzemhaut geprüft wurde. Da die Hautbarriere bei Betroffenen gestört ist, sind Produkte ideal, die intensiv pflegen, ohne die Haut durch bekannte irritierende Inhaltsstoffe zu belasten.
In der Schwangerschaft reagiert die Haut oft empfindlicher auf UV-Licht. Grundsätzlich gilt: Je höher der Lichtschutzfaktor (LSF), desto besser. Schwangere sollten mindestens zu LSF 30, idealerweise LSF 50 greifen, um Pigmentflecken (Chloasma) vorzubeugen.
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