Apotheke finden
Dienstleistungen
Bestellungen mit RezeptJobs und Karriere
Deutsch

    Warenkorb
    Medikamente & Gesundheit
    Körperpflege & Schönheit
    Ernährung & Sport
    Eltern & Kind
    Hygiene & Behandlung
    Haushalt
    Marken
    Aktionen
    Mehr Bereiche

    Marken


    Was tun bei einem Zeckenbiss?

    Die Gefahr eines Zeckenbisses lauert bei jedem Aufenthalt im Freien – sei es beim Spaziergang im Wald, beim Spielen im Garten oder auf einer Wanderung in den Bergen. Gerade in der Schweiz zählen Zeckenstiche zu den häufigsten Ursachen für übertragbare Infektionskrankheiten. Umso wichtiger ist es deshalb, zu wissen, wie man richtig reagiert, wie man sich schützen kann und wann ein Arzt aufgesucht werden sollte. Dieser umfassende Ratgeber liefert Ihnen nützliche Informationen zum Thema Zeckenbisse.

    CV
    Coop Vitality

    Datum: 24.03.2026

    Zeckenstich auf der Haut

    Zeckenbiss oder Zeckenstich – Was ist korrekt?

    Rein wissenschaftlich betrachtet ist der Begriff Zeckenstich die korrekte Wahl. Das liegt daran, dass Zecken keine Zähne im herkömmlichen Sinne haben, um zuzubeissen. Stattdessen besitzen sie spezialisierte Mundwerkzeuge, einen sogenannten Stechapparat, den sie in die Haut einführen. Im Alltag hat sich der Zeckenbiss jedoch so fest in unseren Sprachgebrauch eingebrannt, dass ihn jeder versteht.

    FSME-Impfung (Zeckenimpfung)

    FSME-Impfung (Zeckenimpfung)

    Lassen Sie sich direkt bei uns in der Apotheke impfen. Sichern Sie sich jetzt online Ihren Termin für Ihre Zeckenimpfung – rasch und unkompliziert.Termin buchen

    Wie sieht ein Zeckenbiss aus?

    Ein Zeckenbiss zeigt sich als kleine, rötliche Einstichstelle von ein bis zwei Millimetern Durchmesser, in deren Zentrum sich oft noch die festgesaugte Zecke befindet. Da Zecken beim Saugen ein betäubendes Sekret abgeben, bleibt der Stich manchmal zunächst unbemerkt. Juckreiz oder eine leichte Rötung sind möglich, aber nicht zwingend.

    Wie entfernt man eine Zecke richtig?

    Eine schnelle und sachgerechte Entfernung der Zecke reduziert das Risiko einer Krankheitsübertragung. Besonders wichtig ist es, die Zecke so früh wie möglich und ohne Druck auf ihren Körper zu entfernen.

    Zecke mit Pinzette entfernen

    Am besten verwendet man eine feine Zeckenpinzette aus der Apotheke. Damit kann man die Zecke leicht ergreifen und rückstandslos entfernen.

    So geht’s:

    • Zecke möglichst hautnah greifen
    • langsam und gerade herausziehen
    • nicht drehen oder quetschen
    • Einstichstelle desinfizieren

    Neben der Pinzette gibt es weitere Hilfsmittel, die die Entfernung erleichtern:

    • Zeckenhaken – kleine Haken, die seitlich zwischen Haut und Zecke geschoben werden, um sie vorsichtig herauszuheben.
    • Zeckenkarte – flache Karte mit Kerbe, die über die Haut geschoben wird, bis die Zecke in der Aussparung sitzt, dann wird sie herausgeschoben.
    • Zeckenzange – kleine Greifzange, die die Zecke nah an der Haut fasst und gerade herauszieht.
    Wenn Sie sich unsicher fühlen, können Sie diese in der nächsten Coop Vitality Apotheke durch Fachpersonal entfernen lassen. Eine schonende Zeckenentfernung kann das Risiko der Übertragung von Krankheitserregern minimieren. Einen Termin zur Zeckenentfernung können Sie bei Coop Vitality schnell online buchen.

    Wie gefährlich ist ein Zeckenstich?

    Ein Zeckenstich kann verschiedene Krankheitserreger übertragen – darunter Bakterien und Viren. In der Schweiz sind vor allem Borreliose und FSME relevant. Seltener treten weitere Infektionen auf.

    Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), auch als Zeckenenzephalitis bekannt, ist eine Virusinfektion, die durch das FSME-Virus verursacht wird. Die Krankheit kann zu einer Entzündung von Gehirn und Hirnhäuten führen. Mögliche Symptome sind: grippeähnliche Beschwerden, Fieber, Kopfschmerzen, Nackensteife und neurologische Ausfälle.

    Borreliose ist eine bakterielle Infektionskrankheit, die durch Borrelien ausgelöst wird. Charakteristisch ist die sogenannte Wanderröte (Erythema migrans) – eine kreisförmige Hautrötung, die sich meist um die Einstichstelle herum, aber auch an anderen Körperstellen ausbreiten kann. Typische Symptome: Wanderröte (meist nach einigen Tagen bis Wochen), Müdigkeit, Fieber, Kopf- und Gelenkschmerzen. Wichtig: Borreliose wird meist erst 12 bis 24 Stunden nach einem Zeckenstich übertragen. Wird die Zecke rasch entfernt, ist das Risiko einer Übertragung gering.

    Wanderröte – eine kreisförmige Hautrötung nach einem Zeckenstich
    Abbildung: Wanderröte (Erythema migrans) – eine kreisförmige Hautrötung nach einem Zeckenstich.

    Weitere durch Zecken übertragene Krankheiten

    Neben den bekannten Erregern gibt es noch weitere Infektionen, die zwar nicht ausschliesslich durch Zecken übertragen werden, aber dennoch ernst zu nehmen sind. Da es derzeit keinen spezifischen Impfschutz gegen diese Erreger gibt, ist das konsequente Vermeiden von Zeckenstichen die wichtigste Vorsorgemassnahme.

    Das Alongshan virus wurde 2017 erstmals in China entdeckt. Es verursacht grippeähnliche Symptome. Die Forschung zu diesem neuartigen Virus läuft noch, es zeigt jedoch, dass Zecken als Krankheitsüberträger weiter an Bedeutung gewinnen.

    Tularämie ist eine bakterielle Zoonose, ausgelöst durch Francisella tularensis. Sie kann durch Zeckenstiche, Kontakt mit infizierten Tieren oder kontaminierte Lebensmittel übertragen werden. Zu den Symptomen zählen: Fieber, Lymphknotenschwellungen, Hautgeschwüre und grippeähnliche Beschwerden.

    Wie kann man sich vor Zeckenbissen schützen?

    Wer viel Zeit im Freien verbringt, kann durch gezielte Schutzmassnahmen das Risiko von Zeckenstichen deutlich verringern. Dabei spielen nicht nur bewährte Insektenschutzmittel, sondern auch das richtige Verhalten in der Natur eine Rolle.

    Zeckenimpfung – Schutz vor FSME

    Ein gezielter Impfschutz kann eine wichtige Massnahme sein, um das Risiko einer Infektion durch Zeckenstiche zu verringern. In der Schweiz ist derzeit nur die Impfung gegen FSME verfügbar. Für andere durch Zecken übertragene Krankheiten wie Borreliose steht keine Immunisierung zur Verfügung. In den Coop Vitality Apotheken können Sie sich gegen FSME impfen lassen. Planen Sie Ihren Termin bequem über unseren Online-Service für Zeckenimpfungen.

    Zeckenspray und Zeckenmittel

    Ein gutes Zeckenspray ist ein Muss für jede Outdoor-Ausrüstung. Bei Coop Vitality finden Sie bewährte Zeckenmittel für Erwachsene und Kinder. Zur Verfügung stehen Repellents auf Basis des Wirkstoffs DEET, wie ANTI-BRUMM Forte. Dank DEET können Insekten die menschlichen Duftstoffe nicht mehr wahrnehmen, wodurch das Risiko eines Zeckenstichs sinkt. Zusätzlich finden Sie in unserem Sortiment auch Pflegeprodukte zur Behandlung von Insektenstichen.

    Geeignete Kleidung

    Lange Hosen, langärmlige Oberteile und helle Kleidung reduzieren den Kontakt mit Zecken und erleichtern ihr Erkennen. Geschlossene Schuhe und in die Socken gesteckte Hosenbeine erschweren Zecken den Zugang zur Haut. Zusätzlich empfiehlt es sich, hohes Gras und dichtes Unterholz zu meiden und nicht direkt ins Gras zu setzen oder zu liegen. So bilden Kleidung und umsichtiges Verhalten einen effektiven Schutz gegen Zecken.

    Körperkontrolle nach Outdoor-Aktivitäten

    Kontrollieren Sie nach jedem Aufenthalt im Freien gründlich Ihren Körper – insbesondere Kniekehlen, Achseln, Leistengegend, Hals und Haaransatz. Je schneller ein Zeckenstich entdeckt wird, desto geringer das Infektionsrisiko.

    Zecken in der Schweiz: Arten, Lebensweise und Saison

    Zecken sind kleine Spinnentiere, die sich vom Blut von Tieren und Menschen ernähren. In der Schweiz ist vor allem der Gemeine Holzbock relevant, wissenschaftlich bekannt als Ixodes ricinus. Er gilt als wichtigster Überträger verschiedener Krankheitserreger und ist für die meisten Zeckenstiche beim Menschen verantwortlich.

    Besonders wichtig: Das Bundesamt für Gesundheit veröffentlicht stets eine aktuelle Karte, die die Zecken-Risikogebiete in der Schweiz zeigt und auf der gemeldete Zeckenstiche verzeichnet sind. In diesen Gebieten wird eine FSME-Impfung besonders empfohlen.

    Welche Zeckenarten gibt es in der Schweiz?

    Neben dem Gemeinen Holzbock kommen in der Schweiz weitere Zeckenarten vor, die – wenn auch seltener – ebenfalls Bedeutung haben:

    • Dermacentor reticulatus (Auwaldzecke) – grösser und auffällig gemustert, vor allem bei Hunden verbreitet, kann jedoch auch Menschen stechen.
    • Rhipicephalus sanguineus (Braune Hundezecke) – wird häufig durch Reisen eingeschleppt und kann sich sogar in Innenräumen vermehren.
    • Haemaphysalis concinna – eine eher seltene Art, die feuchte Waldgebiete bevorzugt.
    • Hyalomma marginatum (Riesenzecke) – eine wärmeliebende, deutlich grössere Zecke, die gelegentlich durch Zugvögel in die Schweiz gelangt und verstärkt überwacht wird.

    Wann ist die Zeckensaison?

    Die Zeckensaison dauert in der Regel von März bis Oktober. Bei milden Temperaturen können Zecken jedoch ganzjährig aktiv sein, denn sie sind bereits ab Temperaturen von etwa 7 °C aktiv.

    FAQ rund um den Zeckenbiss

    Bei folgenden Anzeichen ist ein Arztbesuch dringend empfohlen: Wanderröte, Fieber innerhalb der ersten vier Wochen, starke Schmerzen oder Eiterbildung, neurologische Symptome wie Lähmungen oder Sensibilitätsstörungen. Besonders in einem Risikogebiet sollten Sie aufmerksam bleiben.

    Wenn nach dem Entfernen ein Stück der Zecke in der Haut verbleibt, ist das in den meisten Fällen unproblematisch. Der Körper stösst die Reste in der Regel von selbst aus. Die Einstichstelle sollte jedoch weiterhin beobachtet werden. Zeigen sich eine sich ausbreitende Rötung oder andere Symptome, ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen, um eine mögliche Borreliose frühzeitig zu erkennen.

    Das deutlichste Warnsignal für eine Übertragung der Borreliose ist eine kreisförmige Rötung mit einem Durchmesser von mehr als fünf Zentimetern. Sie breitet sich langsam aus und zeigt sich oft erst Tage bis Wochen nach dem Zeckenstich.

    Die Gefahr hängt vom jeweiligen Krankheitserreger ab. Während Borreliose-Bakterien meist erst nach 12 bis 24 Stunden übertragen werden, können FSME-Viren sofort übertragen werden. Typische Symptome treten unterschiedlich auf: Die Wanderröte bei Borreliose zeigt sich in der Regel zwischen drei und 30 Tagen nach dem Stich. FSME-Symptome treten dagegen oft ein bis zwei Wochen nach der Infektion auf.

    Coop Vitality: Ihr Partner bei Zeckenimpfung und Zeckenschutz

    Ein umfassender Zeckenschutz umfasst mehr als nur eine Impfung: Achtsamkeit in der Natur, geeignete Kleidung und passende Schutzmittel spielen ebenfalls eine wichtige Rolle. Coop Vitality unterstützt Sie dabei mit fachkundiger Beratung, Impfangeboten und professionellen Hilfsmitteln. So können Sie die Zeit im Freien geniessen, ohne sich um Zeckenstiche sorgen zu müssen.

    Inhaltsverzeichnis
    • Zeckenbiss oder Zeckenstich – Was ist korrekt?
    • Wie sieht ein Zeckenbiss aus?
    • Wie entfernt man eine Zecke richtig?
    • Wie gefährlich ist ein Zeckenstich?
    • Weitere durch Zecken übertragene Krankheiten
    • Wie kann man sich vor Zeckenbissen schützen?
    • Zecken in der Schweiz: Arten, Lebensweise und Saison

    Unser Sortiment

    Medikamente & GesundheitKörperpflege & SchönheitErnährung & SportEltern & KindHygiene & BehandlungHaushalt

    Coop Vitality

    Hilfe und KontaktÜber unsSupercardNewsletterAGBDatenschutzRechtliche Hinweise

    Bezahloptionen

    Sie können auch bequem per Rechnung bezahlen.


    coopvitality

    Coop Vitality AG

    Untermattweg 8, CH-3001 Bern