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Die Gefahr eines Zeckenbisses lauert bei jedem Aufenthalt im Freien – sei es beim Spaziergang im Wald, beim Spielen im Garten oder auf einer Wanderung in den Bergen. Gerade in der Schweiz zählen Zeckenstiche zu den häufigsten Ursachen für übertragbare Infektionskrankheiten. Umso wichtiger ist es deshalb, zu wissen, wie man richtig reagiert, wie man sich schützen kann und wann ein Arzt aufgesucht werden sollte. Dieser umfassende Ratgeber liefert Ihnen nützliche Informationen zum Thema Zeckenbisse.
Datum: 24.03.2026

Rein wissenschaftlich betrachtet ist der Begriff Zeckenstich die korrekte Wahl. Das liegt daran, dass Zecken keine Zähne im herkömmlichen Sinne haben, um zuzubeissen. Stattdessen besitzen sie spezialisierte Mundwerkzeuge, einen sogenannten Stechapparat, den sie in die Haut einführen. Im Alltag hat sich der Zeckenbiss jedoch so fest in unseren Sprachgebrauch eingebrannt, dass ihn jeder versteht.

Ein Zeckenbiss zeigt sich als kleine, rötliche Einstichstelle von ein bis zwei Millimetern Durchmesser, in deren Zentrum sich oft noch die festgesaugte Zecke befindet. Da Zecken beim Saugen ein betäubendes Sekret abgeben, bleibt der Stich manchmal zunächst unbemerkt. Juckreiz oder eine leichte Rötung sind möglich, aber nicht zwingend.
Eine schnelle und sachgerechte Entfernung der Zecke reduziert das Risiko einer Krankheitsübertragung. Besonders wichtig ist es, die Zecke so früh wie möglich und ohne Druck auf ihren Körper zu entfernen.
Am besten verwendet man eine feine Zeckenpinzette aus der Apotheke. Damit kann man die Zecke leicht ergreifen und rückstandslos entfernen.
So geht’s:
Neben der Pinzette gibt es weitere Hilfsmittel, die die Entfernung erleichtern:
Ein Zeckenstich kann verschiedene Krankheitserreger übertragen – darunter Bakterien und Viren. In der Schweiz sind vor allem Borreliose und FSME relevant. Seltener treten weitere Infektionen auf.
Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), auch als Zeckenenzephalitis bekannt, ist eine Virusinfektion, die durch das FSME-Virus verursacht wird. Die Krankheit kann zu einer Entzündung von Gehirn und Hirnhäuten führen. Mögliche Symptome sind: grippeähnliche Beschwerden, Fieber, Kopfschmerzen, Nackensteife und neurologische Ausfälle.
Borreliose ist eine bakterielle Infektionskrankheit, die durch Borrelien ausgelöst wird. Charakteristisch ist die sogenannte Wanderröte (Erythema migrans) – eine kreisförmige Hautrötung, die sich meist um die Einstichstelle herum, aber auch an anderen Körperstellen ausbreiten kann. Typische Symptome: Wanderröte (meist nach einigen Tagen bis Wochen), Müdigkeit, Fieber, Kopf- und Gelenkschmerzen. Wichtig: Borreliose wird meist erst 12 bis 24 Stunden nach einem Zeckenstich übertragen. Wird die Zecke rasch entfernt, ist das Risiko einer Übertragung gering.

Neben den bekannten Erregern gibt es noch weitere Infektionen, die zwar nicht ausschliesslich durch Zecken übertragen werden, aber dennoch ernst zu nehmen sind. Da es derzeit keinen spezifischen Impfschutz gegen diese Erreger gibt, ist das konsequente Vermeiden von Zeckenstichen die wichtigste Vorsorgemassnahme.
Das Alongshan virus wurde 2017 erstmals in China entdeckt. Es verursacht grippeähnliche Symptome. Die Forschung zu diesem neuartigen Virus läuft noch, es zeigt jedoch, dass Zecken als Krankheitsüberträger weiter an Bedeutung gewinnen.
Tularämie ist eine bakterielle Zoonose, ausgelöst durch Francisella tularensis. Sie kann durch Zeckenstiche, Kontakt mit infizierten Tieren oder kontaminierte Lebensmittel übertragen werden. Zu den Symptomen zählen: Fieber, Lymphknotenschwellungen, Hautgeschwüre und grippeähnliche Beschwerden.
Wer viel Zeit im Freien verbringt, kann durch gezielte Schutzmassnahmen das Risiko von Zeckenstichen deutlich verringern. Dabei spielen nicht nur bewährte Insektenschutzmittel, sondern auch das richtige Verhalten in der Natur eine Rolle.
Ein gezielter Impfschutz kann eine wichtige Massnahme sein, um das Risiko einer Infektion durch Zeckenstiche zu verringern. In der Schweiz ist derzeit nur die Impfung gegen FSME verfügbar. Für andere durch Zecken übertragene Krankheiten wie Borreliose steht keine Immunisierung zur Verfügung. In den Coop Vitality Apotheken können Sie sich gegen FSME impfen lassen. Planen Sie Ihren Termin bequem über unseren Online-Service für Zeckenimpfungen.
Ein gutes Zeckenspray ist ein Muss für jede Outdoor-Ausrüstung. Bei Coop Vitality finden Sie bewährte Zeckenmittel für Erwachsene und Kinder. Zur Verfügung stehen Repellents auf Basis des Wirkstoffs DEET, wie ANTI-BRUMM Forte. Dank DEET können Insekten die menschlichen Duftstoffe nicht mehr wahrnehmen, wodurch das Risiko eines Zeckenstichs sinkt. Zusätzlich finden Sie in unserem Sortiment auch Pflegeprodukte zur Behandlung von Insektenstichen.
Lange Hosen, langärmlige Oberteile und helle Kleidung reduzieren den Kontakt mit Zecken und erleichtern ihr Erkennen. Geschlossene Schuhe und in die Socken gesteckte Hosenbeine erschweren Zecken den Zugang zur Haut. Zusätzlich empfiehlt es sich, hohes Gras und dichtes Unterholz zu meiden und nicht direkt ins Gras zu setzen oder zu liegen. So bilden Kleidung und umsichtiges Verhalten einen effektiven Schutz gegen Zecken.
Kontrollieren Sie nach jedem Aufenthalt im Freien gründlich Ihren Körper – insbesondere Kniekehlen, Achseln, Leistengegend, Hals und Haaransatz. Je schneller ein Zeckenstich entdeckt wird, desto geringer das Infektionsrisiko.
Zecken sind kleine Spinnentiere, die sich vom Blut von Tieren und Menschen ernähren. In der Schweiz ist vor allem der Gemeine Holzbock relevant, wissenschaftlich bekannt als Ixodes ricinus. Er gilt als wichtigster Überträger verschiedener Krankheitserreger und ist für die meisten Zeckenstiche beim Menschen verantwortlich.
Besonders wichtig: Das Bundesamt für Gesundheit veröffentlicht stets eine aktuelle Karte, die die Zecken-Risikogebiete in der Schweiz zeigt und auf der gemeldete Zeckenstiche verzeichnet sind. In diesen Gebieten wird eine FSME-Impfung besonders empfohlen.
Neben dem Gemeinen Holzbock kommen in der Schweiz weitere Zeckenarten vor, die – wenn auch seltener – ebenfalls Bedeutung haben:
Die Zeckensaison dauert in der Regel von März bis Oktober. Bei milden Temperaturen können Zecken jedoch ganzjährig aktiv sein, denn sie sind bereits ab Temperaturen von etwa 7 °C aktiv.
Bei folgenden Anzeichen ist ein Arztbesuch dringend empfohlen: Wanderröte, Fieber innerhalb der ersten vier Wochen, starke Schmerzen oder Eiterbildung, neurologische Symptome wie Lähmungen oder Sensibilitätsstörungen. Besonders in einem Risikogebiet sollten Sie aufmerksam bleiben.
Wenn nach dem Entfernen ein Stück der Zecke in der Haut verbleibt, ist das in den meisten Fällen unproblematisch. Der Körper stösst die Reste in der Regel von selbst aus. Die Einstichstelle sollte jedoch weiterhin beobachtet werden. Zeigen sich eine sich ausbreitende Rötung oder andere Symptome, ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen, um eine mögliche Borreliose frühzeitig zu erkennen.
Das deutlichste Warnsignal für eine Übertragung der Borreliose ist eine kreisförmige Rötung mit einem Durchmesser von mehr als fünf Zentimetern. Sie breitet sich langsam aus und zeigt sich oft erst Tage bis Wochen nach dem Zeckenstich.
Die Gefahr hängt vom jeweiligen Krankheitserreger ab. Während Borreliose-Bakterien meist erst nach 12 bis 24 Stunden übertragen werden, können FSME-Viren sofort übertragen werden. Typische Symptome treten unterschiedlich auf: Die Wanderröte bei Borreliose zeigt sich in der Regel zwischen drei und 30 Tagen nach dem Stich. FSME-Symptome treten dagegen oft ein bis zwei Wochen nach der Infektion auf.
Ein umfassender Zeckenschutz umfasst mehr als nur eine Impfung: Achtsamkeit in der Natur, geeignete Kleidung und passende Schutzmittel spielen ebenfalls eine wichtige Rolle. Coop Vitality unterstützt Sie dabei mit fachkundiger Beratung, Impfangeboten und professionellen Hilfsmitteln. So können Sie die Zeit im Freien geniessen, ohne sich um Zeckenstiche sorgen zu müssen.