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Swissmedic-genehmigte Patienteninformation
Servier (Suisse) SA
▼ Dieses Arzneimittel unterliegt einer zusätzlichen Überwachung. Dies ermöglicht eine schnelle Identifizierung neuer Erkenntnisse über die Sicherheit. Sie können dabei helfen, indem Sie Nebenwirkungen melden. Hinweise zur Meldung von Nebenwirkungen, siehe Ende Kapitel «Welche Nebenwirkungen kann Voranigo haben?».
Auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin.
Voranigo ist ein Arzneimittel gegen Krebserkrankungen, das den Wirkstoff Vorasidenib enthält. Es wird zur Behandlung bestimmter Hirntumore eingesetzt, deren veränderte (mutierte) Gene Proteine produzieren, die als IDH1 oder IDH2 bekannt sind und die eine wichtige Rolle bei der Energiegewinnung der Zellen spielen. Wenn das IDH1- oder IDH2-Gen mutiert ist, ist das IDH1- oder IDH2-Protein verändert und funktioniert nicht richtig. Dadurch kommt es zu Veränderungen in der Zelle, die zur Entwicklung von Krebs führen können. Voranigo blockiert die mutierte Form des IDH1- oder IDH2-Proteins und hilft dabei, das Krebswachstum zu verlangsamen oder anzuhalten.
Voranigo wird zur Behandlung von Erwachsenen mit Hirntumoren namens Astrozytom oder Oligodendrogliom nach einem chirurgischen Eingriff eingesetzt. Dieses Arzneimittel wird nur bei Personen angewendet, deren Hirntumor eine Veränderung (Mutation) des Proteins IDH1 oder IDH2 aufweist.
Wenn Sie Fragen zur Wirkungsweise von Voranigo haben oder weshalb Ihnen dieses Arzneimittel verschrieben wurde, wenden Sie sich an Ihre Ärztin bzw. Ihren Arzt.
Ihre Ärztin bzw. Ihr Arzt wird einen Test durchführen, um festzustellen, ob Sie eine Mutation des IDH1- oder IDH2-Proteins haben, und somit sicherzustellen, dass Voranigo die richtige Behandlung für Sie ist.
Wenn Sie allergisch sind gegen Vorasidenib oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels (siehe Abschnitt «Was ist in Voranigo enthalten?»).
Bitte informieren Sie Ihre Ärztin oder Apothekerin bzw. Ihren Arzt oder Apotheker, bevor Sie Voranigo einnehmen:
Voranigo kann die Funktion Ihrer Leber beeinflussen. Ihre Ärztin bzw. Ihr Arzt wird Bluttests durchführen, um die Funktion Ihrer Leber zu überprüfen, bevor Sie mit der Behandlung mit Voranigo beginnen und, wenn nötig, auch während der Behandlung. Falls erforderlich, kann Ihre Ärztin bzw. Ihr Arzt die Dosis Ihres Arzneimittels verringern oder Sie auffordern, die Behandlung vorübergehend oder dauerhaft abzubrechen.
Informieren Sie sofort Ihre Ärztin oder Apothekerin bzw. Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie eines der folgenden Anzeichen oder Symptome bemerken, die auf Leberprobleme hinweisen könnten:
Voranigo darf nicht eingenommen werden, wenn Bluttests auf schwere Leberprobleme hinweisen.
Voranigo darf während der Schwangerschaft nicht angewendet werden, da es dem ungeborenen Kind schaden kann. Frauen, die schwanger werden könnten, oder Männer, deren Partnerin schwanger werden könnte, müssen während der Behandlung mit Voranigo und für mindestens drei Monate nach der letzten Dosis eine wirksame Verhütungsmethode anwenden. Besprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin bzw. Ihrem Arzt oder Apotheker, welche Verhütungsmethode für Sie geeignet ist. Siehe Abschnitt weiter unten «Darf Voranigo während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen/angewendet werden?».
Das Arzneimittel darf nicht an Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren verabreicht werden.
Informieren Sie Ihre Ärztin oder Apothekerin bzw. Ihren Arzt oder Apotheker, falls Sie ein anderes Arzneimittel einnehmen, kürzlich eingenommen haben oder möglicherweise einnehmen werden. Denn Voranigo kann die Art und Weise beeinflussen, wie bestimmte andere Arzneimittel wirken, und bestimmte andere Arzneimittel können die Art und Weise beeinflussen, wie Voranigo wirkt.
Die hier aufgelisteten Arzneimittel sind nicht unbedingt die einzigen, die mit Voranigo interagieren können.
Fragen Sie Ihre Ärztin oder Apothekerin bzw. Ihren Arzt oder Apotheker um Rat, bevor Sie irgendwelche Arzneimittel einnehmen.
Voranigo kann die Reaktionsfähigkeit, die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit, Werkzeuge oder Maschinen zu bedienen, beeinträchtigen.
Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin bzw. Ihrem Arzt, bevor Sie dieses Arzneimittel einnehmen, wenn Ihre Ärztin bzw. Ihr Arzt Ihnen mitgeteilt hat, dass Sie eine Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckerarten haben.
Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Filmtablette, d.h. es ist nahezu «natriumfrei».
Informieren Sie Ihre Ärztin oder Apothekerin bzw. Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie
Voranigo darf während der Schwangerschaft nicht angewendet werden, da es dem ungeborenen Kind schaden kann. Wenn Sie eine Frau im gebärfähigen Alter sind, muss Ihre Ärztin bzw. Ihr Arzt einen Schwangerschaftstest durchführen, bevor Sie mit der Behandlung beginnen.
Falls Sie schwanger sind oder glauben, schwanger zu sein, oder vorhaben, schwanger zu werden, lassen Sie sich vor der Einnahme dieses Arzneimittels von Ihrer Ärztin oder Apothekerin bzw. Ihrem Arzt oder Apotheker beraten. Wenden Sie sich sofort an Ihre Ärztin oder Apothekerin bzw. Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie während der Behandlung mit Voranigo schwanger werden.
Frauen im gebärfähigen Alter oder Männer, deren Partnerin im gebärfähigen Alter ist, müssen während der Behandlung mit Voranigo und für mindestens drei Monate nach der letzten Dosis eine wirksame Verhütungsmethode anwenden. Voranigo kann verhindern, dass hormonelle Verhütungsmittel richtig wirken. Wenn Sie oder Ihr Partner ein hormonelles Verhütungsmittel verwenden (z.B. die Antibabypille, kontrazeptive Pflaster oder Implantate), müssen Sie zusätzlich eine Barrieremethode (z.B. Kondome oder Diaphragme) anwenden, um eine Schwangerschaft zu verhindern.
Besprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin bzw. Ihrem Arzt oder Apotheker, welche Verhütungsmethoden für Sie und Ihren Partner geeignet sind.
Es ist nicht bekannt, ob Voranigo in die Muttermilch übertritt. Stillen Sie Ihr Kind nicht während der Behandlung mit Voranigo und für mindestens zwei Monate nach der letzten Dosis.
Dieses Arzneimittel kann die Fruchtbarkeit beeinträchtigen. Wenden Sie sich an Ihre Ärztin bzw. Ihren Arzt, wenn Sie sich während der Behandlung mit Voranigo Sorgen um Ihre Fruchtbarkeit machen.
Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach den Anweisungen Ihrer Ärztin oder Apothekerin bzw. Ihres Arztes oder Apothekers ein. Fragen Sie bei Ihrer Ärztin oder Apothekerin bzw. Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
Die empfohlene Dosis für Erwachsene beträgt:
Personen mit einem Körpergewicht von mindestens 40 kg nehmen 40 mg (eine 40-mg-Tablette) einmal täglich ungefähr zur gleichen Zeit oral ein.
Wenn bei Ihnen während der Behandlung mit Voranigo bestimmte Nebenwirkungen auftreten (siehe Abschnitt «Welche Nebenwirkungen kann Voranigo haben?»), kann Ihre Ärztin bzw. Ihr Arzt die Dosis Ihrer Behandlung verringern oder Sie auffordern, die Behandlung vorübergehend oder dauerhaft abzubrechen. Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung und hören Sie nicht mit der Einnahme von Voranigo auf, ohne vorher mit Ihrer Ärztin bzw. Ihrem Arzt gesprochen zu haben.
Wenn Sie versehentlich zu viele Tabletten eingenommen haben, informieren Sie sofort Ihre Ärztin oder Apothekerin bzw. Ihren Arzt oder Apotheker. Sie benötigen möglicherweise eine medizinische Notfallversorgung.
Achten Sie darauf, keine Einnahme einer Dosis Voranigo zu vergessen. Wenn Sie die Einnahme einer Dosis um weniger als 6 Stunden versäumt haben, nehmen Sie sie ein, sobald Sie sich daran erinnern, und nehmen Sie die nächste Dosis zum vorgesehenen Zeitpunkt ein. Wenn Sie eine Dosis um mehr als 6 Stunden versäumt haben, sollten Sie diese auslassen und die nächste Dosis zum vorgesehenen Zeitpunkt einnehmen.
Beenden Sie die Einnahme von Voranigo nicht, es sei denn, Ihre Ärztin bzw. Ihr Arzt fordert Sie dazu auf. Es ist wichtig, dass Sie Voranigo täglich einnehmen, solange Ihre Ärztin bzw. Ihr Arzt es Ihnen verschrieben hat.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich bitte an Ihre Ärztin oder Apothekerin bzw. Ihren Arzt oder Apotheker.
Voranigo ist für die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen nicht zugelassen.
Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin bzw. Ihrem Arzt oder Apotheker.
Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht unbedingt bei allen behandelten Personen auftreten müssen.
Wenn bei Ihnen schwerwiegende Nebenwirkungen auftreten, informieren Sie sofort Ihre Ärztin bzw. Ihren Arzt. Ihre Ärztin bzw. Ihr Arzt kann die Dosis Ihrer Behandlung verringern, die Behandlung unterbrechen oder sie endgültig beenden.
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihre Ärztin oder Apothekerin bzw. Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt insbesondere auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.
Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.
Nach dem Öffnen 60 Tage haltbar.
Ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.
Nicht über 30°C lagern.
Entsorgen Sie Arzneimittel nicht über das Abwasser oder den Hausmüll. Fragen Sie Ihre Apothekerin bzw. Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Diese Massnahmen tragen zum Schutz der Umwelt bei.
Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.
Vorasidenib
Tablettenkern: Mikrokristalline Cellulose, Croscarmellose-Natrium, silifizierte mikrokristalline Cellulose, Magnesiumstearat und Natriumlaurylsulfat (E487)
Tablettenüberzug: Hypromellose, Titandioxid (E171), Lactose-Monohydrat und Macrogol
Drucktinte: Eisenoxidschwarz, Propylenglycol (E1520) und Hypromellose
Voranigo 10 mg: Weisse bis gebrochen weisse, runde Filmtabletten mit einem schwarzen Aufdruck «10» auf einer Seite.
Voranigo 40 mg: Weisse bis gebrochen weisse, längliche Filmtabletten mit einem schwarzen Aufdruck «40» auf einer Seite.
69364 (Swissmedic)
In Apotheken gegen ärztliche Verschreibung, die nur zum einmaligen Bezug berechtigt.
Servier (Suisse) S.A., 1202 Genève
Diese Packungsbeilage wurde im März 2026 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic) geprüft.
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