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dTpa-Impfung (Diphtherie, Tetanus & Keuchhusten)

Diphtherie, Tetanus (Wundstarrkrampf) und Keuchhusten sind bakterielle Infektionskrankheiten, gegen die eine Immunisierung erfolgt, die im Laufe der Zeit nachlässt. Die dTpa-Kombinationsimpfung dient der Auffrischung des Impfstatus im Erwachsenenalter. Sie können die Auffrischung einfach bei Coop Vitality in der Apotheke erhalten.

Preis

CHF 59.50

Dauer

15 Minuten

dTpa-Impfung gegen Diphtherie, Tetanus und Keuchhusten in der Coop Vitality Apotheke

Ablauf im Überblick

1

Termin buchen

Wählen Sie die gewünschte Impfung, Ihre Apotheke und eine passende Uhrzeit, und buchen Sie Ihren Termin online.

2

Wirkung besprechen

Vor der Impfung erhalten Sie Informationen darüber, wie der Schutz aufgebaut wird und welche Reaktionen möglich sein können.

3

Impfung erhalten

Eine geschulte Fachperson verabreicht die Impfdosis in einem separaten Raum der Apotheke und dokumentiert den Vorgang.

Über den Service

Die Coop Vitality Apotheke bietet Ihnen die dTpa-Impfung sowie eine individuelle Beratung durch unser qualifiziertes Apothekenpersonal. In einem separaten Beratungszimmer nehmen wir uns Zeit, um Ihre Fragen zu klären und Ihre Impffähigkeit zu prüfen. Die Impfung wird von einer Fachperson mit entsprechender Weiterbildung und kantonaler Bewilligung durchgeführt. Sie erhalten auch Informationen zu möglichen Nebenwirkungen und zum empfohlenen Verhalten nach der Impfung.

Bei vollständig geimpften Personen kann die Auffrischimpfung mit einer einzelnen Dosis erfolgen. Personen ohne vorherige Impfung gegen Tetanus und Diphtherie können hingegen eine Grundimmunisierung mit 3 Dosen im Abstand von 0, 2 und 8 Monaten benötigen, wobei die Pertussis-Komponente in der Regel nur einmal verabreicht wird.

Gemäss Schweizerischem Impfplan wird die dTpa-Impfung folgenden Personengruppen empfohlen:

  • Allen Erwachsenen im Alter von 25 bis 29 Jahren als einmalige Dosis
  • Auffrischimpfungen im Alter von 45 und 65 Jahren, danach alle 10 Jahre
  • Schwangeren* in jeder Schwangerschaft, idealerweise im 2. Trimester, zum Schutz des Neugeborenen
  • Personen mit regelmässigem beruflichem oder familiärem Kontakt zu Säuglingen unter 6 Monaten, sofern die letzte Impfung 10 Jahre oder länger zurückliegt
  • Personen nach einer Verletzung, bei der ein erhöhtes Tetanus-Risiko bestehen kann, etwa bei verschmutzten Wunden

*Hinweis: Da die Befugnisse der Apotheken kantonal geregelt sind, variieren die Angebote. In manchen Kantonen (z. B. Zürich) ist es Apotheken nicht gestattet, Schwangere zu impfen. Bitte prüfen Sie daher vorab die lokalen Bestimmungen oder lassen Sie sich von uns beraten.

Bringen Sie, falls vorhanden, Ihren Impfausweis sowie Ihre Krankenkassenkarte mit.

Diphtherie

Diphtherie wird durch das Bakterium Corynebacterium diphtheriae ausgelöst. Der Erreger befällt vorwiegend die oberen Atemwege und produziert dort ein Gift (Diphtherietoxin), welches für die Organschäden verantwortlich sein kann. Die Übertragung erfolgt von Mensch zu Mensch über Tröpfcheninfektion, etwa beim Husten, Niesen oder engem Körperkontakt, ausgehend von einer erkrankten Person oder von jemandem, der das Bakterium ohne Symptome in sich trägt.

Zwei bis fünf Tage nach der Ansteckung kann die Krankheit mit Halsschmerzen, Fieber und Schluckbeschwerden beginnen. Im weiteren Verlauf können sich charakteristische grau-weisse Beläge im Rachen bilden, die sich bis zum Kehlkopf ausbreiten und die Atemwege einengen können. Bei Säuglingen kann sich die Erkrankung stattdessen als Nasendiphtherie mit blutigem Schnupfen zeigen.

Nachdem über mehrere Jahre nur vereinzelte Diphtheriefälle in der Schweiz aufgetreten waren, kam es 2022 zu einem Anstieg der Fallzahlen, wobei die Infektionen fast ausschliesslich Personen mit unvollständigem oder unbekanntem Impfstatus betrafen. Dies unterstreicht die Bedeutung eines altersentsprechend vollständigen Impfschutzes. Quelle: BAG, Diphtherie

Tetanus (Starrkrampf)

Anders als bei den meisten Infektionskrankheiten braucht es für eine Tetanus-Ansteckung keinen Kontakt zu einer erkrankten Person. Das Bakterium Clostridium tetani kommt praktisch überall in der Umwelt vor, etwa im Strassenstaub oder in der Gartenerde. Bereits eine kleine, unbemerkte Verletzung - eine Schürfwunde, ein Dornenstich - kann als Eintrittspforte für die Sporen dienen. Einmal in der Wunde, können sich die Bakterien vermehren und ein Gift bilden, das die muskelsteuernden Nervenzellen befällt.

Drei bis 21 Tage nach der Ansteckung, mitunter auch erst Monate später, kann sich die Erkrankung zunächst mit grippeähnlichen Symptomen und einem Spannungsgefühl im Wundgebiet bemerkbar machen. Im Verlauf können sich schmerzhafte Muskelverkrämpfe entwickeln, die von der Gesichtsmuskulatur ausgehend auf Rumpf, Arme und Beine übergreifen. Ist die Atemmuskulatur betroffen, kann die Erkrankung trotz moderner Intensivmedizin einen tödlichen Verlauf nehmen.

Dank der Impfung zählt die Schweiz nur noch ein bis zwei gemeldete Tetanusfälle pro Jahr. Genau dieser seltene Charakter der Erkrankung kann jedoch dazu führen, dass eine Auffrischimpfung in Vergessenheit gerät. Seit dem Jahr 2000 wurden hierzulande insgesamt 29 Fälle registriert, die grosse Mehrheit davon bei Personen, die ungeimpft oder nur unzureichend geimpft waren. Da eine Ansteckung nicht von anderen Menschen ausgeht, sondern von der Umgebung selbst, kann der eigene Impfschutz ein wichtiger und verlässlicher Schutzfaktor sein. Quelle: BAG, Tetanus (Starrkrampf) / Weiterführende Angaben finden sich auf der Seite zur Tetanus-Impfung.

Keuchhusten (Pertussis)

Keuchhusten wird durch das Bakterium Bordetella pertussis verursacht und zählt zu den besonders ansteckenden Atemwegserkrankungen. Übertragen wird es über Tröpfcheninfektion beim Husten, Niesen oder Sprechen. Ein bis drei Wochen nach der Ansteckung können zunächst grippeähnliche Symptome auftreten, bevor sich der typische, stakkatoartige Husten entwickelt, der bis zu sechs Wochen anhalten kann.

Bei Erwachsenen verläuft Keuchhusten meist unangenehm, aber selten gefährlich. Bei Säuglingen und Kleinkindern kann die Erkrankung hingegen zu ernsthaften Komplikationen führen, etwa Lungenentzündungen, Krampfanfällen oder in seltenen Fällen zu einer Schädigung des Gehirns. Da Säuglinge unter 6 Monaten ihren eigenen Impfschutz noch nicht vollständig aufgebaut haben können, sind sie besonders auf den Schutz ihrer Umgebung angewiesen - häufig sind es gerade Eltern oder Geschwister, die das Bakterium unwissentlich weitergeben.

Keuchhusten tritt in der Schweiz nach wie vor mit jährlich mehreren Tausend Fällen auf. Die Erkrankung verläuft in epidemischen Zyklen, was unter anderem mit dem im Lauf der Zeit nachlassenden Schutz nach Impfung oder durchgemachter Infektion zusammenhängen kann. Dies unterstreicht, warum Auffrischimpfungen auch im Erwachsenenalter von Bedeutung sein können – insbesondere für Personen mit regelmässigem Kontakt zu kleinen Kindern. Quelle: BAG, Keuchhusten (Pertussis) / Weiterführende Angaben finden sich auf der Seite zur Keuchhusten-Impfung.

FAQ

Die Abkürzung steht für eine Kombinationsimpfung gegen Diphtherie (d), Tetanus (T) und Pertussis, also Keuchhusten (pa). Das kleine «d» und «pa» verweisen dabei auf die für Erwachsene angepasste, reduzierte Antigenmenge im Vergleich zum Kinderimpfstoff.

Ja, das Immungedächtnis kann unabhängig vom Zeitpunkt der letzten Impfung durch eine Auffrischimpfung reaktiviert werden. Es ist grundsätzlich nie zu spät, eine fehlende Impfung nachzuholen.

Nicht grundsätzlich. Bei einem aktuellen Impfschutz ist in der Regel keine zusätzliche Impfung notwendig. Bei kontaminierten oder tiefen Wunden sowie bei unklarem Impfstatus kann jedoch eine Auffrischimpfung angezeigt sein, was individuell abgeklärt werden kann.

Da Keuchhusten für Säuglinge in den ersten Lebensmonaten besonders gefährlich sein kann und häufig von nahen Bezugspersonen übertragen wird, kann eine Impfung von Schwangeren sowie von Personen mit engem Kontakt zum Neugeborenen zum Schutz des Kindes beitragen.

Zu diesem Zeitpunkt kann die in der Kindheit und Jugend aufgebaute Grundimmunisierung nachlassen, weshalb eine erste Auffrischung im jungen Erwachsenenalter empfohlen wird. Von diesem Zeitpunkt an kann der weitere Rhythmus der Auffrischimpfungen leichter eingehalten werden.

Ja, auch im höheren Alter kann eine regelmässige Auffrischung sinnvoll sein. Da das Immunsystem mit zunehmendem Alter an Leistungsfähigkeit einbüssen kann, wird ab 65 Jahren sogar ein kürzerer Abstand von 10 statt 20 Jahren zwischen den Auffrischimpfungen empfohlen.

Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten: dTpa-Impfung bei Coop Vitality