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Haarmineralanalyse
Eine unausgewogene Ernährung, Stress oder besondere Lebensphasen können sich auf den Mineralstoff- und Spurenelementhaushalt auswirken. Die Haaranalyse kann dabei helfen, solche Zusammenhänge sichtbar zu machen und liefert zudem Hinweise auf eine mögliche chronische Belastung mit toxischen Metallen. In der Apotheke Coop Vitality kann eine Haarmineralanalyse in Anspruch genommen werden.
Preis
CHF 215.–
Dauer
20 Minuten

Ablauf im Überblick
Probe abgeben
Eine Haarprobe wird direkt in der Apotheke entnommen oder kann alternativ mitgebracht werden.
Analyse im Labor
Die Probe wird gereinigt, aufbereitet und mittels modernster Messtechnik auf Mineralstoffe, Spurenelemente und toxische Metalle untersucht.
Resultate besprechen
Das Ergebnis wird mit Ihnen besprochen, inklusive Einordnung der Werte und möglicher Empfehlungen.
Über den Service
Während der Wachstumsphase wird das Haar mit Nährstoffen versorgt, kann dabei aber auch kurzfristig mit im Blut befindlichen toxischen Metallen belastet werden. Ist die Haarzelle ausgewachsen und verhornt, bleiben Mineralstoffe, Spurenelemente und toxische Metalle darin so erhalten, wie sie zum Zeitpunkt des Wachstums vorhanden waren. Eine Haaranalyse kann dadurch Rückschlüsse auf den Stoffwechsel über einen längeren Zeitraum liefern, statt nur eine Momentaufnahme wie bei einer Blutuntersuchung abzubilden.
Eine Analyse der Mikronährstoffe über das Haar kann in verschiedenen Situationen hilfreich sein:
- Bei Verdacht auf eine chronische Belastung mit toxischen Metallen
- Bei unspezifischen Symptomen, die sich keiner bestimmten Krankheit zuordnen lassen
- Bei Kindern und Jugendlichen mit Konzentrationsstörungen
- Bei erhöhter Infektanfälligkeit
- Bei Sportlerinnen und Sportlern zur Unterstützung der Leistungsfähigkeit
- Bei einseitiger Ernährung
- Bei Kinderwunsch, in der Schwangerschaft oder in Wachstumsphasen
Die Analyse kann Informationen über bis zu 18 toxische Elemente sowie rund 20 Mineralstoffe und Spurenelemente liefern, in einer einzigen Blockanalyse statt einer isolierten Einzelmessung. Da das Ergebnis nicht von tageszeitlichen Schwankungen oder homöostatischen Regelmechanismen abhängt, kann eine Haaranalyse auch länger zurückliegende Belastungen oder Mängel aufzeigen, bevor sich diese klinisch bemerkbar machen.
Wichtig ist dabei: Eine Haarmineralanalyse kann keine Diagnose stellen. Sie kann jedoch Korrelationen mit einem bestehenden gesundheitlichen Problem aufzeigen. Akute Metallintoxikationen sowie kurzfristige Verlaufskontrollen lassen sich damit nicht erfassen, und auch Vitamine, Aminosäuren oder Fettsäuren sind im Haar nicht nachweisbar.
Für die Haaranalyse wird ein bleistiftdicker Haarstrang von maximal 4 cm Länge an mehreren Stellen direkt am Haaransatz entnommen, meist im Bereich von Nacken oder Hinterkopf. Bei behandelten Haaren, etwa durch zink- oder selenhaltige Shampoos oder zinnhaltige Colorationen, können stattdessen Körper- oder Schamhaare verwendet werden. Stehen keine geeigneten Haare zur Verfügung, kann die Analyse auch anhand von mindestens 10 unlackierten Fingernägeln erfolgen.
Im Labor wird die Probe nach einem standardisierten Protokoll gereinigt, um Fremdstoffe wie Staub oder Pflegeprodukte zu entfernen, und anschliessend getrocknet. Danach erfolgt eine Mineralisierung mittels Säuredruckaufschluss, bevor die eigentliche Messung mit einem hochauflösenden Massenspektrometer (ICP-MS) erfolgt. Diese Technik ermöglicht den Nachweis kleinster Spuren aller relevanten essenziellen und toxischen Elemente. Die Qualität der Messungen wird laufend intern sowie im Rahmen externer Ringversuche überprüft.
Die Resultate der Haarmineralanalyse werden mit einem statistisch ermittelten Referenzbereich verglichen, der auf der Auswertung mehrerer tausend Analysen basiert. Toxische Metalle werden dabei nur ausgewiesen, sofern sie tatsächlich in der Probe nachgewiesen wurden, in Form einer übersichtlichen Ampel-Darstellung. Ergänzend liefert der sogenannte Schwermetall-Index einen Hinweis auf die kumulierte Belastung, während weitere Kennzahlen wie das Verhältnis von Natrium zu Kalium zusätzliche Einblicke in den Stoffwechsel geben können.
Da die Haarmineralanalyse keine Diagnose ersetzen kann, kann eine Besprechung der Resultate mit dem Fachpersonal sinnvoll sein, um die Werte richtig einzuordnen. Auffällige Ergebnisse können dabei als Ausgangspunkt für weiterführende Gespräche dienen, etwa zu Fragen der Ernährung oder zu einer möglichen ärztlichen Abklärung bei bestehenden Beschwerden.
FAQ
Die Auswertung kann je nach Labor und Auslastung einige Tage bis wenige Wochen in Anspruch nehmen. Das Fachpersonal in der Apotheke kann dazu genauere Angaben machen.
Nein, eine Haarmineralanalyse kann keine Diagnose stellen. Sie kann jedoch Hinweise liefern, die im Zusammenhang mit bestehenden gesundheitlichen Beschwerden eingeordnet werden können.
Ja, bestimmte Haarbehandlungen wie Färbemittel können einzelne Messwerte beeinflussen. In solchen Fällen können stattdessen Körper- oder Schamhaare verwendet werden.
In der Regel genügt ein bleistiftdicker Haarstrang von bis zu 4 cm Länge, der an mehreren Stellen nahe der Kopfhaut entnommen wird.
Eine Mikronährstoff-Haaranalyse kann auch präventiv genutzt werden, etwa um den eigenen Mineralstoffhaushalt zu überprüfen, bevor sich Mängel oder Belastungen bemerkbar machen.
Nein, Vitamine, Aminosäuren und Fettsäuren lassen sich im Haar nicht nachweisen. Die Analyse beschränkt sich auf Mineralstoffe, Spurenelemente und bestimmte toxische Metalle.
Eine Mikronährstoffanalyse kann wertvolle Hinweise liefern, insbesondere bei unklaren Beschwerden oder in besonderen Lebenssituationen wie Schwangerschaft, Wachstum oder einseitiger Ernährung. Da sie jedoch keine Diagnose ersetzen kann, ist es sinnvoll, die Ergebnisse im Gesamtkontext der individuellen Gesundheitssituation mit einer Fachperson einzuordnen.