Ohrenbeschwerden

Ein dumpfes Gefühl im Ohr, das nach dem Flug nicht vergeht. Ein Stechen im Ohr, das sich mit einer Erkältung eingeschlichen hat. Oder einseitige Ohrenschmerzen, die sich von Tag zu Tag verschlimmern. Ohrenbeschwerden können verschiedene Ursachen haben. Die Coop Vitality Apotheke bietet im Rahmen von «Beratung Plus» eine gezielte Erstbeurteilung an und bespricht mit Ihnen die nächsten Schritte sowie erweiterte Therapiemöglichkeiten.

Preis (ohne Medikamente)

29.–

Dauer

15 Minuten

Bei Ohrenschmerzen wird der Gehörgang anhand einer Otoskopie professionell untersucht.

Ablauf im Überblick

1

Beratungsgespräch

Sie schildern Ihre Beschwerden, deren Dauer sowie mögliche Begleitsymptome.

2

Ohr untersuchen

Das Ohr wird auf äusserlich sichtbare Auffälligkeiten hin betrachtet.

3

Empfehlung erhalten

Im Anschluss erhalten Sie eine passende Empfehlung, bei Bedarf mit Verweis auf weiterführende Behandlungsmöglichkeiten.

Über den Service

Bei Ohrenbeschwerden können Sie in der Coop Vitality Apotheke einen Termin online buchen und Ihr Anliegen in einem diskreten Beratungsraum besprechen. In ausgewählten Apotheken steht Ihnen zusätzlich der Ohr-Check mit Ohrspiegelung zur Verfügung. Dieser ermöglicht eine direkte Beurteilung des Gehörgangs und des Trommelfells. Auf dieser Basis gibt das Fachpersonal eine fachliche Einschätzung ab und bespricht mit Ihnen erweiterte Therapiemöglichkeiten.

Das Ohr ist anatomisch in drei Bereiche unterteilt: Aussenohr, Mittelohr und Innenohr. Je nachdem, welcher Bereich betroffen ist, unterscheiden sich die Beschwerden und die Behandlung grundlegend. Ohrenschmerzen entstehen dabei nicht immer im Ohr selbst – da mehrere Nerven, die das Ohr versorgen, gleichzeitig Bereiche wie Rachen, Kiefergelenk, Nebenhöhlen und Zähne bedienen, können Beschwerden aus diesen Regionen als Stechen im Ohr oder einseitige Ohrenschmerzen wahrgenommen werden.

Zu den häufigsten Ursachen von Ohrenbeschwerden gehören:

  • Mittelohrentzündung – oft im Zusammenhang mit Erkältungen oder Atemwegsinfekten
  • Gehörgangsentzündung – ausgelöst durch Feuchtigkeit oder mechanische Reizung des Gehörgangs
  • Druckveränderungen beim Fliegen oder Tauchen
  • Verstopfte Nebenhöhlen mit ausstrahlendem Druckgefühl ins Ohr
  • Eingestautes Ohrenschmalz, das den Gehörgang blockiert

Weniger häufig, aber ebenfalls relevant sind Kiefergelenksprobleme, Mandelentzündungen oder Zahnbeschwerden, die sich als einseitige Ohrenschmerzen äussern können.

Die Gehörgangsentzündung (Otitis externa) ist eine der häufigsten Ohrenbeschwerden und entsteht meist durch Feuchtigkeit im Gehörgang – etwa nach dem Schwimmen – oder durch übermässige Reinigung mit Wattestäbchen, die die empfindliche Haut des Gehörgangs reizt. Typisch sind Schmerzen, die sich beim Berühren oder Bewegen des Ohrs verstärken, begleitet von Juckreiz, Rötung und gelegentlich leichtem Ausfluss.

Im Gegensatz zur Mittelohrentzündung bleibt das Hörvermögen bei einer Gehörgangsentzündung meist erhalten. Die Behandlung erfolgt in der Regel mit lokalen Ohrentropfen.

Ein dumpfes Gefühl im Ohr oder anhaltender Druck auf den Ohren ist häufig auf eine eingeschränkte Belüftung des Mittelohrs zurückzuführen. Die sogenannte Eustachische Röhre, die das Mittelohr mit dem Rachenraum verbindet, kann bei Erkältungen, Nebenhöhlenentzündungen oder Allergien anschwellen und den Druckausgleich behindern. Dasselbe geschieht bei raschen Druckveränderungen – etwa beim Fliegen, Tauchen oder Bergfahrten.

Begleitet wird dieser Zustand oft von gedämpftem Hörvermögen und einem Gefühl, als wäre das Ohr verstopft. Abschwellende Nasensprays und Schlucken oder Gähnen können den Druckausgleich erleichtern. Hält das dumpfe Gefühl im Ohr nach einer Erkältung länger als eine Woche an, ist eine Abklärung empfehlenswert.

Ohrgeräusche wie Pfeifen, Rauschen oder Klingeln können kurzfristig nach Lärmexposition auftreten und verschwinden in der Regel von selbst. Halten sie länger als 24 Stunden an, können sie auf eine Funktionsstörung des Innenohrs, eine Durchblutungsstörung oder – seltener – auf einen erhöhten Druck im Mittelohr hinweisen. Das Fachpersonal kann einschätzen, ob die Beschwerden abklärungsbedürftig sind und welche nächsten Schritte sinnvoll sind.

Unsere Ohren sind faszinierende Organe, die sich gut selbst regulieren. Die Haut im Gehörgang wächst wie ein winziges Fliessband langsam von innen nach aussen. Dabei transportiert sie Staub, Schmutz und abgestorbene Hautzellen ganz automatisch nach draussen. Dieser Prozess wird vom Ohrenschmalz unterstützt, der als ein körpereigener Schutzfilm fungiert. Er hält die Haut geschmeidig, fängt Fremdkörper ab und schützt das Ohr durch seinen leicht sauren pH-Wert vor Bakterien und Pilzen. Mit ein paar einfachen Gewohnheiten können Sie Ihr Gehör pflegen und Ohrenproblemen vorbeugen:

  • Vorsicht beim Reinigen mit Wattestäbchen. Statt tief in den Gehörgang einzudringen, sollte man mit ihnen nur die Ohrmuschel und den äusseren Eingang vorsichtig trocknen.
  • Nach dem Baden ist es wichtig, die Ohren zu trocknen, da Feuchtigkeit ideale Nährböden für Bakterien schafft. Deswegen sollte man das Restwasser nach dem Baden, sei es im Schwimmbad oder an anderen Gewässern, durch leichtes Schiefhalten des Kopfes aus den Ohren fliessen lassen.
  • Bei Flugreisen führt der schnelle Wechsel des Luftdrucks beim Starten und Landen oft zu Druckgefühlen im Mittelohr. Durch Bewegungen wie Kauen, Schlucken oder Gähnen öffnet sich die Verbindung zum Rachenraum, wodurch sich der Druck im Ohr ausgleicht.
  • Bei hoher Lautstärke sollte man Gehörschutz einsetzen, um das Risiko von bleibenden Hörschäden zu minimieren. Starker oder dauerhafter Lärm schädigt nämlich die empfindlichen Haarzellen im Innenohr, die sich danach nicht mehr regenerieren können.

Das Apothekenteam kann bei leichten bis mittelschweren Ohrenbeschwerden gezielt beraten und behandeln. Eine ärztliche Untersuchung ist jedoch in folgenden Situationen notwendig:

  • Bei starken oder anhaltenden Ohrenschmerzen mit Fieber
  • Bei Ausfluss aus dem Ohr
  • Bei plötzlichem oder deutlichem Hörverlust
  • Bei Schwindel oder Gleichgewichtsproblemen
  • Bei Ohrgeräuschen, die länger als 48 Stunden anhalten

Das Fachpersonal der Coop Vitality Apotheke erkennt solche Situationen und verweist entsprechend weiter. Passende rezeptfreie Arzneimittel zur Behandlung von Ohrenbeschwerden können Sie direkt bei uns finden.

FAQ

Ja, psychischer Stress und anhaltende Anspannung können sich unter Umständen als Druckgefühl im Ohr bemerkbar machen. Ob ein Zusammenhang im Einzelfall tatsächlich besteht, sollte jedoch fachlich abgeklärt werden.

So vielfältig sich Ohrenschmerzen anfühlen können, so vielfältig sind auch ihre Auslöser. Sie reichen von einer gut gemeinten, aber fehlerhaften Pflegeroutine über klassische Mittelohrentzündungen bis hin zu kleinen, infizierten Verletzungen im Gehörgang. Um herauszufinden, was genau hinter Ihren Schmerzen steckt, können Sie einen Beratungstermin in Ihrer Coop Vitality Apotheke vereinbaren. Unser Fachpersonal berät Sie gerne und kompetent.

Ja, das ist durchaus möglich. Bei einer Pollenallergie sind sie meist die Folge eines Tubenkatarrhs. Durch den allergischen Schnupfen schwellen die Schleimhäute im Nasen-Rachen-Raum an. Dadurch wird die Eustachische Röhre blockiert, die als wichtige Belüftungsverbindung zwischen Ohr und Rachen dient. Die Folgen sind ein unangenehmer Druck, Schmerzen oder auch ein lästiger Juckreiz im Ohr.

Grundsätzlich können alle Allergien, die mit Schnupfen einhergehen, auch die Ohren beeinträchtigen. In erster Linie sind Allergien durch Inhalationsallergene betroffen, also Substanzen, die über die Atemwege aufgenommen werden. Dazu gehören neben Pollen (Heuschnupfen) beispielsweise auch Hausstaubmilben, Tierhaare oder Schimmelpilzsporen.

Das ist aufgrund der Anatomie des Ohrs durchaus möglich. Im Innenohr befindet sich das Gleichgewichtsorgan. Wenn sich eine Entzündung ausbreitet oder starker Druck im Ohr entsteht, können beide Systeme gleichzeitig beeinträchtigt werden, was zu Schwindelgefühlen führen kann. Da Schwindel ein Warnsignal ist, sollte dies immer fachlich abgeklärt werden.

Wenn das Ohr schmerzt, ist der Gehörgang besonders empfindlich. Daher sollten Sie Folgendes vermeiden:

  • Führen Sie keine Gegenstände in den Gehörgang ein (Wattestäbchen, Pinzetten etc.). Sie riskieren sonst, das Trommelfell zu verletzen oder Keime tiefer ins Ohr zu verschleppen.
  • Experimentieren Sie nicht mit Hausmitteln, indem Sie beispielsweise Öle oder andere ungeeignete Mittel einträufeln.
  • Meiden Sie Feuchtigkeit im Ohr. Achten Sie darauf, dass beim Duschen oder Waschen kein Wasser direkt ins Ohr gelangt.
  • Meiden Sie Zugluft und Zigarettenrauch. Verzichten Sie bei akuten, starken Ohrenschmerzen nach Möglichkeit auch auf Flugreisen, da der Druckausgleich blockiert sein kann.
Ohrenschmerzen: Beratung in der Apotheke | Coop Vitality