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Blasenbeschwerden
Blasenbeschwerden stellen sich oft plötzlich ein und lassen viele Fragen offen: Handelt es sich um eine Harnwegsinfektion? Was hilft wirklich? Wann ist ein Arztbesuch notwendig? Das Fachpersonal in Coop Vitality Apotheken gibt Ihnen klare Orientierung – auf Basis Ihrer Symptome und Ihrer persönlichen Situation.
Preis (ohne Medikamente)
ab 34.–
Dauer
15 Minuten
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Abklärung vor Ort
Sie schildern Ihre Beschwerden sowie deren Häufigkeit und Verlauf. Bei Bedarf erfolgt ein Urin-Schnelltest zur ersten Einschätzung.
Empfehlung erhalten
Anhand der Ergebnisse werden passende Massnahmen vorgeschlagen, bei Bedarf inklusive weiterführender Therapieoptionen.
Über den Service
Eine Blasenentzündung äussert sich durch ein charakteristisches Beschwerdebild, das sich meist rasch und deutlich bemerkbar macht. Zu den typischen Symptomen einer Blasenentzündung gehören:
- Brennen oder Schmerzen beim Wasserlassen
- Häufiger oder plötzlich auftretender Harndrang
- Das Gefühl, die Blase nicht vollständig entleeren zu können
- Druckgefühl oder Ziehen im Unterleib
- Schmerzen im Bereich der Blase
- Trüber oder unangenehm riechender Urin
- Allgemeines Unwohlsein
In den meisten Fällen sind Bakterien die Ursache einer Zystitis. Häufig handelt es sich dabei um Escherichia coli, ein Darmbakterium, das über die Harnröhre in die Blase gelangt und sich dort vermehrt. Frauen sind deutlich häufiger betroffen als Männer, da ihre Harnröhre kürzer ist und Bakterien dadurch leichter aufsteigen können. Daneben gibt es eine Reihe weiterer Faktoren, die das Risiko einer Harnwegsinfektion erhöhen können:
- Ein geschwächtes Immunsystem, etwa durch Stress, Schlafmangel oder Erkrankungen, erschwert es dem Körper, Bakterien abzuwehren.
- Geschlechtsverkehr kann Bakterien in die Nähe der Harnröhre bringen und so eine Infektion begünstigen.
- Zu wenig trinken verringert den Spüleffekt des Urins, sodass Bakterien länger in der Blase verbleiben können. Besonders in den wärmeren Monaten steigt dadurch das Risiko für Harnwegsinfekte.
- In den Wechseljahren sinkt der Östrogenspiegel, was die Schleimhäute der Harnwege empfindlicher macht und die Anfälligkeit für wiederkehrende Infektionen erhöht.
- Auch die Verwendung eines Blasenkatheters oder das Vorhandensein von Nierensteinen können das Risiko erhöhen.
- Kälte im Unterleib und Unterkühlung gelten als klassische Auslöser, weil sie die lokale Durchblutung und damit die Immunabwehr verringern.
Wer zu wiederkehrenden Blasenentzündungen neigt, kann mit einigen einfachen Gewohnheiten das Risiko deutlich senken:
- Ausreichend trinken und regelmässig zur Toilette gehen, ohne den Harndrang zu unterdrücken
- Den Intimbereich nach dem Stuhlgang immer von vorne nach hinten reinigen, um Darmbakterien nicht in Richtung Harnröhre zu verschleppen
- Die Blase nach dem Geschlechtsverkehr entleeren
- Unterkühlung meiden und auf warme Kleidung im Bauch- und Beckenbereich achten
- Auf aggressive Intimsprays oder Scheidenspülungen verzichten, da sie das natürliche Schutzmilieu stören können
- Beckenbodengymnastik kann die Blasenkontrolle stärken und die allgemeine Gesundheit des Harntrakts fördern
Die Behandlung von Blasenbeschwerden richtet sich nach der Ursache und dem Schweregrad der Symptome. Nach einer individuellen Beurteilung der Beschwerden können – je nach Situation – verschiedene diagnostische Untersuchungen und Behandlungsmöglichkeiten infrage kommen.
- Urintest: Bei Verdacht auf eine Blasenentzündung kann eine Urinuntersuchung durchgeführt werden. Dabei wird der Urin auf verschiedene Entzündungsmarker untersucht. Der Nachweis von weissen Blutkörperchen (Leukozyten) und Nitrit kann auf eine bakterielle Infektion der Harnwege hinweisen.
- Urinkultur: Bei wiederkehrenden Beschwerden, Risikofaktoren oder unklaren Befunden kann eine weiterführende Urinuntersuchung erfolgen. Mithilfe einer Urinkultur lässt sich feststellen, welche Bakterien die Infektion verursachen. Dies ermöglicht eine gezielte Auswahl der geeigneten Behandlung.
- Antibiotika: Bei bakteriell bedingten Blasenentzündungen kann eine antibiotische Behandlung erforderlich sein. Die Wahl des Antibiotikums richtet sich unter anderem nach dem Erreger, dem Schweregrad der Infektion und individuellen Faktoren der betroffenen Person. Die Behandlungsdauer variiert je nach Präparat und Krankheitsverlauf.
- Schmerzmittel: Bei starken Beschwerden können schmerzlindernde Medikamente eingesetzt werden. Sie helfen, Schmerzen und Brennen beim Wasserlassen zu reduzieren und die Symptome während der Behandlung zu lindern. Für die unterstützende Behandlung stehen verschiedene Präparate zur Verfügung, die je nach Beschwerden infrage kommen können.
Blasenbeschwerden lassen sich nicht immer im Rahmen einer Selbstbehandlung oder Apothekenberatung ausreichend abklären. In bestimmten Fällen ist eine ärztliche Untersuchung erforderlich, um Komplikationen auszuschliessen und eine geeignete Behandlung einzuleiten. Eine ärztliche Abklärung wird insbesondere empfohlen, wenn:
- die Beschwerden länger als drei Tage anhalten oder sich verschlimmern
- sich Blut im Urin befindet
- Fieber oder Schüttelfrost auftreten
- starke Schmerzen im Rücken, in der Flanke oder in der Nierengegend bestehen
- Sie schwanger sind
- die Beschwerden wiederholt auftreten
- Sie als Mann Symptome einer Harnwegsinfektion entwickeln
Unbehandelt kann sich eine Harnwegsinfektion in seltenen Fällen auf die oberen Harnwege ausbreiten und zu einer Nierenbeckenentzündung führen. Eine frühzeitige Abklärung hilft, mögliche Komplikationen zu vermeiden.
FAQ
Ja, in bestimmten Fällen kann eine Blasenentzündung von Übelkeit begleitet werden. Besonders wenn die Infektion stärker ausgeprägt ist oder sich auf die oberen Harnwege ausbreitet, können neben den typischen Beschwerden auch allgemeine Krankheitssymptome auftreten. Übelkeit allein ist jedoch kein eindeutiges Anzeichen für eine Blasenentzündung und kann viele andere Ursachen haben.
Eine Blasenentzündung lässt sich in der Regel durch einen Urintest feststellen. Dabei wird der Urin auf bestimmte Hinweise einer Infektion untersucht. Je nach Befund können weitere Untersuchungen notwendig sein, um die Ursache der Beschwerden genauer abzuklären.
Der Begriff Harnwegsinfekt beschreibt verschiedene Infektionen innerhalb des Harntrakts. Eine Blasenentzündung betrifft ausschliesslich die Harnblase, während ein Harnwegsinfekt auch andere Bereiche wie die Harnröhre, die Harnleiter oder die Nieren einschliessen kann. Der Begriff Harnwegsinfekt ist somit der Oberbegriff für unterschiedliche Erkrankungen der Harnwege.
Bei einer Blasenentzündung sollte man den Harndrang nicht über längere Zeit unterdrücken, da sich dadurch die Beschwerden verschlimmern können. Zudem ist es ratsam, Unterkühlung zu vermeiden und auf intensive körperliche Belastungen zu verzichten, solange die Symptome bestehen. Treten die Beschwerden trotz Behandlung nicht zurück oder verschlimmern sie sich, sollte nicht zu lange mit einer ärztlichen Abklärung gewartet werden.